5 Tipps für effektiveres Email-Marketing

Allgemein

Email-Marketing ist eine hervorragende Möglichkeit, mit Ihren Kunden in Kontakt zu bleiben, mehr über sie zu erfahren und eine vertrauensvolle Beziehung mit ihnen aufzubauen.

Es kann so aufgesetzt sein, dass der Kunde Ihre Nachricht zu einer bestimmten Zeit erhält und das so direkt wie es nur geht: in seinem persönlichen Email Postfach!

Nur wenige Marketing-Strategien sind dabei so vielseitig! In den sozialen Medien ist es reine Glückssache, ob Sie überhaupt gesehen werden, oder in der Flut von irrelevanten Posts untergehen. Direktmailings (per Post) sind sehr persönlich, aber die Ergebnisse sind schwer zu messen und es ist obendrein verhältnismäßig teuer. Ihre Webseite enthält vielleicht hochqualifizierte Inhalte, aber es entscheidet immer noch der Kunde, ob er Ihre Seite besucht oder nicht.

Wie nutzen Sie also dieses fantastische Marketing-Tool mit seinem vollen Potential? Hier unten finden Sie 5 Tipps, die sich aus über 7 Jahren Email-Marketing als wesentlich herausgestellt haben und die Sie in Ihren nächsten Email-Kampagnen unbedingt umsetzen sollten.

Tipp 1: Das Ziel von Email Marketing: Vertrauen aufbauen

Sie haben die Magie von Email-Marketing für sich entdeckt? Zügeln Sie Ihre Begeisterung und schicken Sie nicht gleich eine Angebotsmail an all Ihren Kunden! Durch die tägliche Flut von Spam-Mails hat Email-Marketing einen ziemlich schlechten Ruf: irrelevante und sinnfreie Emails, Werbemails oder gar Fishing-Mails müllen unser aller Postfach zu.

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Distanzieren Sie sich davon, machen Sie es anders! Segmentieren Sie Ihre Empfänger in verschiedene Listen (später mehr dazu). Das gibt Ihnen die Möglichkeit, die Inhalte Ihrer Mails auf den Kunden zuzuschneiden, anstatt mit dem Gießkannenprinzip alle Empfänger mit Ihren Angeboten zu beglücken.

Achten Sie auf eine korrekte, aber freundliche Ansprache. Sie wollen ja, dass Ihr Kunde Ihnen vertraut und sich zu Ihnen, Ihrem Studio oder Ihren Angeboten hingezogen fühlt. Das klare Ziel ist es, eine Beziehung zu Ihrem Kunden aufzubauen. Das funktioniert nicht, wenn Sie permanent über sich reden oder wie toll Ihr Angebot ist.

Vermeiden Sie werbesprache und konzentrieren Sie sich auf den Nutzen für den Kunden, zeigen Sie ihm, welches Problem Sie für ihn lösen können. Reden Sie über ihn!

Tipp 2: Die Macht der Informationen

Ein großer Pluspunkt des Email-Marketing ist die Möglichkeit, hilfreiche Informationen über Ihren Empfänger/Kunden zu sammeln, um Ihr Verhältnis mit für ihn nützlichen Inhalten zu stärken. Das fu nktioniert nur mit Direktmarketing und die Email ist ein schnelles und einfaches Werkzeug dafür.

Zunächst gibt Ihnen Ihr Kunde/Interessent seine Email-Adresse, um von Ihnen Informationen zu erhalten. Das ist ein großer Schritt und ein Vertrauensvorschuss. Er sagt aus, dass er mehr von Ihnen erfahren möchte. In diesem Prozess können Sie ein paar zusätzliche Daten abfragen, z.B. Alter, Geschlecht, seine Fitness-Ziele. Damit erhält Ihre Kommunikation mehr Bedeutung für ihn und wird damit wichtiger.

Sie können so auch Ihre Emails personalisieren. Am offensichtlichsten ist die Ansprache mit Namen bereits in der Betreffzeile oder bei der Anrede, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Seien Sie aber sparsam mit dieser Personalisierung, gerade am Anfang Ihrer “Beziehung”.

Spammer machen uns alle misstrauisch. Ein spezielles Angebot zu seinem Geburtstag ist ein exzellenter Zug – sein Alter anzugeben könnte ihn aber schon wieder etwas irritieren.

Tipp 3: Design vs. Inhalt

Man sagt: “Der erste Eindruck zählt!” Überlegen Sie sich jedoch schon vorher, was Sie mit Ihrer Mail erreichen wollen. Formulieren Sie dafür Ihren Mail-Text. Was soll Ihr Empfänger tun? Sagen Sie es ihm!

Sie brauchen kein außergewöhnliches Design! Es sollte professionell und zurückhaltend wirken. Relevante Inhalte sind wichtiger als kreative Grafiken. Wir haben sogar schon mit reinen Text-Mails hervorrande Ergebnisse erzielt.

Wichtig ist die Betreffzeile, um die erste Hürde (das Öffnen Ihrer Mail) zu überwinden. Danach brauchen Sie eine anziehende Überschrift, um Ihren Empfänger zum Lesen anzuregen. Ohne diese Elemente wird Ihre Kampagne immer hinter ihrem Potential zurückfallen.

Im Text selbst ist der sogenannte “call to action” wichtig. “Was soll ich als nächstes Tun” ist eine unbewusste Frage, die Sie Ihrem Kunden immer beantworten müssen! Das können Sie durch einen grafischen Button auch visuell unterstützen.

Dieser kann z.B. zu Ihrer Verkaufsseite führen, zu einem Anmelde-Formular oder zu einer Landing Page mit weiteren Infos zu Ihren Leistungen. Zeigen Sie Ihrem Empfänger klar auf, dass Sie ihm diese Mail schicken, um ihn diese Inhalte zu zeigen, die sich hinter dem Link verbergen, und dass diese Inhalte für ihn wichtig oder interessant sind.

Streuen Sie nicht einfach Ihre “Latest News” und hoffen darauf, dass Ihr Kunde Ihre Webseite besucht.

Denken Sie auch darüber nach, Ihre Social Media Links zu integrieren, damit Ihr Empfänger Ihre Mail teilen kann. So erreichen Sie weitere potentielle Kunden.

Achten Sie auch peinlich auf einen klaren Abmelde-Link. Es ist nicht nur rechtlich notwendig, es zeigt auch Ihrem Empfänger, dass Sie ihn ernst nehmen.

Tipp 4: Lernen Sie aus Ihren Ergebnissen

Mit der Analyse Ihrer Ergebnisse kommen Sie zu dem spannenderen Teil Ihrer Kampagnen. Interessante Werte sind z.B., wie viele Adressaten Ihre Mail überhaupt bekommen haben, wie viele sie geöffnet haben, wie viele haben auf die Links geklickt… Diese Daten werden von jedem professionellem Email-Marketing-System ausgewertet und aufbereitet. Vergleichen Sie die Werte mit Ihren anderen Kampagnen.

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Diese Profi-Anbieter bieten darüber hinaus oft noch tiefer gehende Informationen. Sie sehen grafisch aufbereitet, welche Links geklickt wurden, was Sie für Ihr zukünftiges Laout nutzen können, um die Klickraten zu erhöhen. Oder Sie können ablesen, welche Inhalte besonders oft geteilt wurden. Bieten Sie mehr dieser Inhalte!

Auf der Empfängerebene sehen Sie das individuelle Verhalten Ihrer Empfänger: Ist er überhaupt interessiert an Ihren Mails (hat er Ihre Mail gelesen?), welche Links hat er angeklickt (an welchen Angeboten ist er interessiert?), welche Informationen hat er sich heruntergeladen (an welchen Themen hat er ein gesteigertes Interesse?).

Diese Details benötigen etwas Aufwand und ein gewisses technisches Verständnis, aber es ist eine lohnenswerte Investition. Wenn Sie Ihre Kunden besser kennenlernen, können Sie Ihnen wertvollere Inhalte liefern und Ihren Empfängerkreis besser segmentieren. So erhöhen Sie automatisch Ihren Return on Investment.

Tipp 5: Permanent Testen!

Natürlich sollten Sie Ihre Mails auf verschiedenen Endgeräten testen, bevor Sie sie an Tausende Empfänger schicken. Aber das meine ich in diesem Fall gar nicht. So wie Sie Ihre Ergebnisse im Auge behalten sollten, können Sie auch eigene Tests starten, um Ihre Resultate zu verbessern.

Solche Test nennen sich A/B Splittests und lassen sich bei den meisten Anbietern einfach aufsetzen. Damit können Sie verschiedene Betreffzeilen testen, verschiedene Angebote, verschiedene Layouts etc.

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Dabei werden zwei unterschiedliche Versionen Ihrer Mail an zwei gleichgroße Gruppen Ihrer Empfänger versendet (z.B. jeweils 10% aller Empfänger). Das System wartet eine bestimmte Zeit und versendet an den Rest die Gewinnvariante, z.B. die mit der höheren Öffnungsrate.

Auch der Versandzeitpunkt kann einen erheblichen Unterschied machen und sollte für Ihre Zielgruppe ausgetestet werden. Der Versand an verschiedene Wochentage, zu verschiedenen Uhrzeiten etc. kann zum Teil völlig andere Ergebnisse liefern.

Fazit

Es gibt Stimmen, die sagen: “Email Marketing ist tot!” Diese Erfahrung können wir jedoch nicht bestätigen. Das eigene Email Postfach gehört heutzutage schon fast zur eigenen Identität. Gerade dashalb reagieren wir so emotional auf Spam-Mails.

Deshalb ist der richtige Umgang mit dem Medium Email-Marketing essentiell und kann für Sie den entscheidenden Unterschied im Fitness-Markt ausmachen. Es ist immer noch (oder oder mehr denn je) ein höchst effektives Marketing-Werkzeug, das Sie unbedingt für sich nutzen sollten.

Lernen Sie Ihre Interessenten und Kunden kennen, liefern Sie einen Mehrwert und bauchen Sie systematisch ein Vertrauensverhältnis zu Ihrer Zielgruppe auf und sie werden eine langlebige Beziehung zu Ihren Kunden entwickeln.

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