Januar 7

Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?

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Der ultimative Zeitrechner: Wie lange noch bis zum Launch Deiner Website…

Egal ob selbst gebaut oder vom Profi erstellt: Fast jeder erzählt mir, dass das Erstellen der Webseite viel länger gedauert halt als erwartet. Und wir reden hier nicht von Peanuts; ein paar Tage mehr oder weniger sind sicher zu verkraften.

Wir sprechen von der doppelten oder dreifachen Zeit – manchmal noch wesentlich länger. Ich kenne einen Fall, da ist nach 8 Jahren noch keine Webseite online…

Also darf man sich als angehender Webseitenbetreiber schon mal die Frage stellen: Wie lange dauert es eigentlich, eine Website zu erstellen?

Als Webdesigner weiß ich selbst nur zu gut, dass vor allem Website-Projekte ohne vernünftige Planung schnell das anvisierte Launch-Datum schnell und weit überschreiten können.

Warum? Hier sind die wichtigsten Gründe:

  1. Es ist für viele ein völlig neues Metier und viele Zusammenhänge müssen zunächst einmal verstanden und verarbeitet werden.
  2. Es gibt immer unerwartete Verzögerungen.
  3. Ohne eine klare Vorstellung davon, wie die Website am Ende aussehen soll und was sie für Dich tun soll, wirst Du nicht wissen, wann Du fertig bist.
  4. Bei all den Tipps und Tricks und guten Ratschlägen da draußen kann Deine Website schnell zur Dauerbaustelle mutieren.
  5. Manchmal sind auch mentale Blockaden im Spiel. Zum Beispiel können Perfektionismus, Schreibblockaden oder auch die Angst vor Kritik schnell dazu führen, dass Du ewig „under construction“ bleibst.

Letzte Jahr habe ich eine Umfrage unter Coaches und Therapeuten gemacht, wer in den nächsten 12 Monaten eine neue Webseite plant. Ein Jahr später sah die Situation etwa wie folgt aus:

  • Ein Drittel der Befragten haben Gas gegeben und waren mit viel Anstrengung nach wenigen Wochen fertig.
  • Ein Drittel brauchte mehrere Monate, in manchen Fällen über ein Jahr, bis die Seite online ging.
  • Ein Drittel schaffte es nie bis zum Launch. Ich nenne das „Projekt Website gescheitert“.

Und so habe ich einen kleinen Schnellrechner erstellt, um Dir zu helfen, das Projekt zeitlich zu kalkulieren. Beantworte einfach die folgenden Fragen und rechne selbst nach.

Schritt 1: Beginne mit 8 Wochen

Ich gehe mal davon aus, dass Du weder ein totaler Technikfeind noch ein erfahrener Programmierer bist, sondern eher irgendwo dazwischen – geduldig und motiviert genug, um Dich durch dieses neue Gebiet durchzuwühlen…

Ich vermute auch, dass Du mit Deinem E-Mail-Programm, Facebook, Instagram oder Zalando gut zurecht kommst, vielleicht sogar hin und wieder am Computer arbeitest. Der Rechner sollte also keine zusätzliche Hürde darstellen.

Außerdem unterstelle ich mal, dass Du einen Vollzeitjob hast und normale familiäre Verpflichtungen, aber eben auch ein paar mal pro Woche Zeit in Deine Website investieren kannst. Sagen wir 3-4 mal…

Also 8 Wochen sind Dein Ausgangspunkt.

Schritt 2: Wenn Du aktuell mehr Freizeit hast, dann ziehe zwei Wochen ab.

Wenn Du mehr Zeit zur Verfügung haben solltest, z.B. weil Du

  • in Teilzeit arbeitest
  • single und kinderlos bist
  • Urlaub geplant hast
  • im Ruhestand bist

dann kannst Du zwei Wochen abziehen.

Die Ausrede: „Ich habe keine Zeit“ gilt nicht. Mach Dir keinen Vorwurf, wenn Du länger brauchst, Du musst es nur einplanen und annehmen. Das hier ist kein Wettlauf und jeder geht so schnell, wie er kann.

Schritt 3: Wenn Du noch nie zuvor eine Website erstellt hast, zähle vier Wochen dazu.

Du wirst jede Menge Neues lernen und Dir werden viele Ideen kommen, von denen Du jetzt noch keinen blassen Schimmer hast:

  • Du wirst Dir über die Strategie klar werden dürfen (welche Strategie???)
  • Du musst die Website-Texte schreiben (welche Texte???)
  • Du musst ein Design festlegen
  • Du brauchst Klarheit über Deine Angebote
  • Du brauchst einen Lead-Magneten
  • Und woher sollen eigentlich die Besucher kommen?
  • Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass immer etwas Unvorhergesehenes passiert?

Also wenn das Dein Erstes Mal ist, addiere vier Wochen dazu.

Schritt 4: Wenn Du schon eine Webseite hast, ziehe eine Woche ab.

Wenn Du Deine vorhandene Website selbst erstellt hast, kennst Du bereits einige Schritte und musst nicht ganz von vorne anfangen.

ABER: Es gibt so viele neue Entwicklungen da draußen und Du hast selbst sicher auch ganz viele tolle Ideen. D.h. auch Du wirst Dich in viele Dinge neu einarbeiten müssen und wollen.

Also ja, ziehe gern eine Woche ab. Aber erwarte nicht, dass beim Zweiten Mal alles viel einfacher geht. Glaube mir, eine Zeitersparnis durch Wiederholung stellt sich erst nach mehreren Jahren Erfahrung ein…

Schritt 5: Wenn Du keine strikte Deadline hast, nimm vier Wochen dazu.

Ohne eine konkrete Frist steigt das Risiko des Scheiterns dramatisch an. Die meisten Projekte, die zur Dauerbaustelle wurden, hatten keinen „Abgabetermin“. Also lege ein End

Es gibt einfach viel zu viele Dinge, die sich Dir in den Weg schieben. Du wirst permanent abgelenkt werden und all diese Dinge scheinen wichtig zu sein. Mach dieses Projekt zu Deiner Priorität und setze eine Frist, die Du enrst nimmst.

Wenn Du mal zurückschaust, wirst Du feststellen, dass die meisten großen Dinge, die Du tatsächlich vollendet hast, eine Frist hatten:

  • die Prüfungen zum Coach
  • der Hausbau
  • die große Reise
  • die Jubiläumsparty…

Rechne also mit vier Wochen und ca. 100 graue Haaren mehr. Der DStress wird einfach zunehmen, schon allein deshalb, weil Du mir ja das Gegenteil beweisen willst 😉

Schritt 6: Wenn Job oder Familie Dich zusätzlich brauchen, addiere vier Wochen.

Wenn Du mit einer der folgenden Situationen umgehen musst, füge vier Wochen hinzu:

  • Du musst Dich um ein krankes Familienmitglied kümmern
  • Du hast drei oder mehr Kinder
  • Du bist alleinerziehende/r Mutter/Vater
  • Du machst Überstunden oder bringst Arbeit mit nach Hause

Die Familie ist wichtig und braucht ihren Platz in Deinem Leben. Also rechne das mit ein.

Schritt 7. Schreiben fällt Dir schwer? PLUS vier Wochen.

Okay, wenn Du tief im Inneren ein unentdeckter Autor bist, kannst Du zwei Wochen wegnehmen. Es ist wichtig, dass Du über Dich und Deine Angebote authentische und spannende Art präsentierst. Und Du hast nun mal nur die Texte, um Deine Besucher zu begeistern und überzeugen.

Und wenn das Schreiben für Sie ein Kampf ist – ob Sie die Worte nicht finden können ODER ob Sie zu viel zu sagen haben und sich nicht konzentrieren können – dann fügen Sie vier Wochen hinzu.

Wenn Sie ein erfahrener Wortheld bist, dann nimm Dir hier zwei Wochen frei.

Schritt 8. Du kennst einen Techniker und der ist bereit Dir zu helfen? Du kannst eine Woche abziehen.

Wenn Du einen Telefonjoker hast, der schon einmal eine Website erstellt hat und den Du bei Bedarf anrufen kannst, kann das eine große Hilfe sein. Es wird immer ein winzig kleines Problem geben, dass Dich aber mindestens eine Woche aufhält.

Vielleicht solltest Du nicht täglich den Joker einsetzen wollen und mach‘ Dir klar, dass Dein Projekt die niedrigste Priorität haben wird, aber immerhin bist Du mit Deinem Problem nicht allein. Allein das kann Dir schon die eine oder andere schlaflose Nacht ersparen.

Wenn Du Dich also auf diese Person verlassen kannst, ja, dann kannst Du eine Woche abziehen.

Schritt 9. Wenn Du gerne Neues lernst, begeistert von Technik bist und gerne Rätsel löst…

…dann vergiss vielleicht das Coaching und werde Webdesign-Freelancer!

Nein ohne Scherz: die Begeisterung für die Sache (Website erstellen) kann Segen und Fluch zugleich sein. Füge also mindestens vier Wochen hinzu.

Es gibt so viele Plug-ins, Tools, Templates und andere Techniken und täglich werden es mehr – 99% davon wirst Du niemals brauchen.

Aber ich muss alle haben und ausprobieren: Wenn ich nur daran denke, wie viele Planungstools und Apps ich getestet habe, um die beste Organisationsmethode für mich zu entwickeln… Am Ende nutze ich einen physischen Kalender und eine ToDo-Liste aus Papier!

Bei all den Möglichkeiten fühle ich mich manchmal wie ein kleines Kind im Süßwarenladen, das alles in Reichweite hortet und in sich hineinstopft – bis zur Ohnmacht. Ich hab mir selbst schon eine Technik-Diät auferlegt, also nimm es nicht auf die leichte Schulter.

Wenn Du Technik und Tüfteln liebst, zählst Du vier Wochen dazu!

Schritt 10: Du bist Perfektionist? Dann dauert’s 4 Wochen länger.

Perfektionismus ist ein Produktivitätskiller. Übrigens zähle ich hier auch die Angst vor Kritik dazu, oft die Ursache für den Perfektionismus.

Wenn es in Deiner Natur liegt, Aufgaben immer richtig, genau und akkurat zu erledigen, wirst Du Mühe haben, Deine Website fertigzustellen.

Selbst wenn Du jemand anderen damit beauftragst, wird Dich Dein Perfektionismus permanent beschäftigen, weil Du immer noch optimieren willst.

Ein Tipp: Betrachte Deinen Launch-Termin nicht als das Ende aller Arbeit, sondern mach‘ Deine Seite zunächst einmal gut genug für den Moment. Mit diesem „Gut Genug“ kannst Du zunächst prüfen, wie Deine Website funktioniert. Erst wenn Du diese Daten hast, macht Optimierung Sinn.

Später, nach dem Launch kannst Du dann gerne optimieren, denn dann hast Du z.B. die Besucherdaten ausgewertet. Aber der Launch sollte nicht Deinem Perfektionismus zum Opfer fallen. Mach Deine Seite gut genug für den Launch, erst dann wird poliert und verbessert.

Ich würde sagen, eine „perfekte“ Website ist online, hat Traffic (also Besucher) und generiert Leads. Also baue Deine Website auf, beginne mit dem Tracking und von dort aus kannst Du Dich in Richtung „Perfekt“ weiterverbessern.

Wenn Du jetzt sagst: „Alles gut und schön, Pat! Ich werde aber nur mit einer atemberaubenden Website online gehen“, dann zähle noch einmal vier Wochen hinzu.

Betracjte es mal aus der Perspektive: Viele Menschen da draußen kämpfen gerade mit dem Problem, das DU löst. Es wird Zeit, dass Du sichtbar wirst, anstatt wochenlang an Deiner Website zu feilen…

Okay, Karten auf den Tisch! Wie lange dauert es, Deine Website zu erstellen?

Poste das Ergebnis unten in den Kommentaren! Wenn Du Dich nicht traust, Dein Ergebnis zu veröffentlichen, addiere 3 weitere Wochen.

Na, schockiert? Ich weiß leider aus Erfahrung, dass zu viele Webseiten überhaupt nicht online gehen, obwohl die Ideen oder Angebote sicher wichtig und nützlich waren.

Also, auf welche Zahl kommst Du?

Irgend eine Idee, wie Du dafür sorgen kannst, dass nicht zu dem letzten Drittel gehörst. Was wäre jetzt Dein nächster Schritt?


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